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Mainz Oberstadt

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Mainz-Oberstadt ist aus einer Verwaltungsreform vor rund 30 Jahren hervorge­gangen. Da die Mainzer Innenstadt als Verwaltungsbezirk zu groß wurde, teilte man sie in vier Bezirke: Altstadt, Neustadt, Hartenberg/Münchfeld und Oberstadt. Die Oberstadt ist also kein gewachsener Stadtteil.


Spaziergängerin in den herbstlichen Grünanlagen der Mainzer Oberstadt


Auf dem Gebiet der Oberstadt hat das römische Mainz seinen Ursprung: Schon 90 n. Chr. errichtete eine römische Legion auf dem Kästrich (von lat. castrum) ihr Heerlager. Ringsum siedelte sich die Zivilbevölkerung - Soldatenfamilien, Handwerker, Händler und Rheinschiffer - an. Spuren aus alter Zeit, wie zum Beispiel das römische Theater und die Römersteine, Überreste des ehemaligen Aquädukts von Mainz-Finthen in die Innenstadt, lassen sich noch heute an vielen Stellen in der Oberstadt entdecken. Sie stoßen nicht nur bei Archäologen auf Interesse, sondern werden auch von Einheimischen und Gästen aus aller Welt bewundert. Römischen und mittelalterlichen Ursprungs sind auch die alten Kelleranlagen der Sektkellerei Kupferberg, die auf dem Kästrich seit 1850 ihren Sitz hat.

Heerlager, Festungsanlagen, Pulverturm und Zitadelle - die einst zu Wehrzwecken genutzte Anhöhe ist heute von eher beschaulichem Charakter. Jenseits von Gau- und Römertor, Zitadelle und Volkspark ist seit dem 19. Jahrhundert ein attraktives Wohn- und Naherholungsgebiet entstanden. Gründerzeitliche Villen, große Parkanlagen, städtebaulich interessante Siedlungen aus den 1920er Jahren und die barocke Zitadelle aus dem 17. Jahrhundert prägen den Charakter und das Erscheinungsbild der Oberstadt.


© Text und Bild: www.mainz.de mit freundlicher Genehmigung des Amts für Öffentlichkeitsarbeit Mainz



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